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Stahlkonstruktion

Bauherr: EGH Entwicklungsgesellschaft Heidelberg GmbH & Co. KG
Zeitraum: in Bauabschnitten seit 2007
Bauvolumen: 5,2 Mio. €, Fläche ca. 12 ha

Auf dem heutigen Bahnstadtgelände befand sich der alte Güterbahnhof von Heidelberg. Nach dessen Stilllegung im Jahre 1997 fanden hier viele Wärme liebende, spezialisierte Tier- und Pflanzenarten neue Lebensräume. Da diese durch die Erschließung der Bahnstadt verloren gehen, wurden bereits im Vorfeld der Bauarbeiten begonnen, Ausgleichsmaßnahmen herzustellen, damit frühzeitig Ersatzlebensräume bereit stehen. Die im Freiraum verwendeten Elemente orientieren sich an den ökologischen Ansprüchen der Zielarten. So entstanden trockenwarme, offene Standorte sowie Gehölzgruppen.

Da sich die Flächen überwiegend im innerstädtischen Bereich befinden, war davon auszugehen, dass die Flächen auch von Spaziergängern und Radfahrern genutzt werden. Bei der Planung der Ausgleichsflächen wurde daher besonderer Wert auf gestalterische Qualitäten gelegt: Bandartige Flächen in Gleisbettbreite erinnern an die frühere Nutzung; noch vorhanden gewesene Elemente der ehemaligen Gleisanlagen, wie z. B. Gleisschotter, vorgefundene Betonschwellen, Leitungsmasten und Kilometersteine sowie Pflanzen und Saatgut aus dem ehemaligen Bahnareal. Als neue Lebensraumstrukturen wurden Sandflächen sowie mehrere hundert Meter Gabionen, Trockenmauern und Steinriegel erstellt
.

So entstand eine eigene, extensiv genutzte, und in der Pflege kostengünstige Ausprägung innerstädtischer Grünverbindungen auf ehemaligen Gleistrassen.


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