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Dieser etwa 100 Meter lange Neckarufer-Abschnitt zwischen Collini-Steg und Friedrich-Ebert-Brücke wurde im jahr 2006 renaturiert. Die Stadt Mannheim hat mit Hilfe von Fördermitteln für das europäische Gemeinschaftsprojekt „Flusslandschaften der Zukunft als Lebensadern der Regionen” (ARTery) die Maßnahme finanziert. Im Rahmen seines Projektes „Lebendiger Neckar” hat der Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim die EU-Fördermittel beantragt.

Das vor dem Umbau bestehende, steilabfallende Ufer mit einer Steinschüttung erschwerte der Bevölkerung den Zugang zum Neckar. Durch das teilweise Entfernen der Uferbefestigung und das Ausbaggern von rund 3.000 m³ Boden ist auf einem etwa
750 m² großen Bereich eine naturnahe Flachwasserzone entstanden. Um den Wellenschlag vorbeifahrender Schiffe zu mildern, wurde ein Teil der befestigten Uferböschung erhalten.
Die Randbereiche des neuen Ufers wurden mit Flussbausteinen gesichert. Das in der Mitte leicht abfallende Ufer ermöglicht nun das direkte Erleben des Flusses. Bei mittlerem Wasserstand beträgt die Wassertiefe innerhalb der Flachwasserzone ungefähr ein Meter.

Auch eine ökologische Aufwertung ist mit dem Bau der Flachwasserzone verbunden: Standortheimische Tiere und Pflanzen siedeln sich hier an. Die veränderte Gewässerstruktur bietet insbesondere kieslaichenden Fischarten neue Fortpflanzungsmöglichkeiten und dient als Aufwuchsstätte für Jungfische.

Bei der Flachwasserzone am Collini-Steg handelt es sich um eine der wenigen Renaturierungsmaßnahmen am Neckar, die direkt angrenzend an die Schifffahrtsrinne verwirklicht wurden. Dies ist der erste Baustein zur Steigerung der Attraktivität des innenstadtnahen Neckarvorlands und zur Entwicklung der Flusslandschaft als Naherholungs- und Naturerlebnisraum für die Mannheimer Bürgerinnen und Bürger
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